Erwachen ...

Aktualisiert: 22. Jan 2019

„Das größte aller Übel ist, aus der Zahl der Lebenden zu scheiden, ehe man stirbt.“ Seneca

Ich habe heute beschlossen aufzustehen. Ja, es hat etwas länger gedauert … aber diese Pause, die „AUS“-Zeit habe ich dringend gebraucht, um mich zu beruhigen, zu entschleunigen, die verstreuten Teile meiner Seele wieder einzusammeln und neue Energie auf allen Ebenen einzuhauchen. Es hat etwas länger gedauert … aber diese Pause, die „AUS“-Zeit habe ich dringend gebraucht, um mich zu beruhigen, zu entschleunigen, die verstreuten Teile meiner Seele wieder einzusammeln und neue Energie auf allen Ebenen einzuhauchen.

Im Laufe meines Erwachsenen Leben bin ich irgendwann in diesen Zug eingestiegen, und habe mich unter lautem Geratter durchs Leben führen lassen. Irgendwann blieb mein Alter Ego auf der Strecke liegen. Als Kind nannte ich so die innere Stimme in meinem Herzen, die immer wieder zu mir sprach. Ich nannte meinen unsichtbaren Freund „Ami“, Nachzulesen in meinen Tagebüchern von damals :-) Irgendwann auf der Reise verstummte „Ami“ …


Ich wurde getrieben durchs Leben, den hektischen Alltag, konservative Wertvorstellungen und das vornehmliche Ziel erfolgreich im Beruf sein zu müssen, dabei eine gute Mutter und Ehefrau zu sein. Ich wurde zu einer berufstätigen Mutter, immer voller Ehrgeiz und Passion für die Sache und immer mit schlechtem Gewissen …, weil ich meinte, dass mein Kind zu kurz kommen würde. So ist es vermutlich auch gewesen. Ich musste tagtäglich mit vielen Aufgaben, Terminen, Erwartungen, nicht zuletzt an mich selbst, klar kommen. Rückblickend sehe ich, dass ich dieses Leben nicht liebte. Denn immer präsent war diese große Sehnsucht, dieses Gefühl nicht im richtigen Leben zu sein, nicht die richtige Aufgabe zu erfüllen. Deshalb wechselte ich vermutlich auch so oft den Job und meinen Fokus, immer auf der Suche nach Erfüllung, nach dem einen wahren Grund weiterzumachen.


Irgendwann in meinem letzten kraftraubenden Job, und vermutlich auch durch die Wirkung des „Wechsels“ um es nur auf mich zu beziehen, kam der Crash!

Hat es mit dem Erreichen meines 50. Lebensjahr zu tun? Also mit Midlifecrisis, Depression in der Menopause und dergleichen zu tun? Oder bin ich einfach nur von diesem vernichtenden Leben in der Matrix erschöpft und bereit auszusteigen?


Tatsache ist, es kam der Tag, an dem ich entschied ohne Plan B bis hier und nicht weiter gehen zu wollen. Also kündigte ich meinen Job, auch wenn ich darin erfolgreich war, meine Kollegen liebte und die Führung meines Chefs großartig fand … ich ging einfach, weil ich plötzlich genug hatte, keine Angst mehr verspürte mich neuerlich auf dem Pfad zu begeben.

Ich hatte die letzten Monate viel Zeit, um nachzudenken, über meine vergangene Lebenszeit, über meine Mitmenschen, die Entwicklung der Welt, und vor allem hatte ich „geschenkte“ Zeit, um über mich selbst und mein gelebtes Leben zu reflektieren. Ich genieße die eingekehrte Ruhe. Ich entdecke die Kraft der Stille!


Es ist ein Wirr-Wirr der Gefühle, Ich erlebe viele Aha-Momente, Augenblicke der Sorgen und Angst, die sich mit Augenblicke der Hoffnung und Freude abwechseln. Dann verspüre ich plötzlich ein unglaubliches Gefühl des Vertrauens, ich spüre das Leben und der Drang der Stimme meines Herzens zu folgen. Ich denke ich bin bereit!

Yas

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