„Die echten Schriftsteller sind die Gewissensbisse der Menschheit.“

Aktualisiert: 6. Jan 2019

Es gibt Bücher, durch die man alles erfährt

und doch zuletzt von der Sache nichts begreift.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter



Schon lange möchte ich die Feder in die Hand nehmen und wieder schreiben. Ich tat es als Kind und in meiner Jugend … Die Feder war stets mein Instrument und mein Port Schlüssel! Ich schrieb meine Gedanken, Sehnsüchte, Schmerzen und Lieben nieder, ich schrieb an meinen unsichtbaren Freund. Manchmal hielt auch er die Feder …

Das ist jetzt spooky, ich weiß, sorry! ☹😊


Mein Vater, Schriftsteller, Philosoph, Übersetzer hat mich geprägt. Ich weiß wie Schriftsteller so drauf sind … stets in Gedanken in einer anderen Welt, auf das irdische nicht wirklich aufmerksam … Mein Vater war mit Leib und Seele Schriftsteller! Die Literatur war sein Leben! Er lebte im Geiste aller Großen Autoren dieser Welt, erforschte deren Werke und Arbeiten. Übersetzte Sie in die arabische Sprache und gab mit Hingabe und Leidenschaft sein Wissen an seine Studenten weiter. Er lebte im Geist der Literatur … Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann folge bitte diesem Link

Ich konnte vielen Stunden mit meinem Vater über Gott und die Welt diskutieren. Er wusste sehr viel, er erzählte mir viel über griechische Mythologie, über große Philosophen wie Platon, Descartes, Seneca, Aristoteles, Schopenhauer & Co, er brachte mich dazu Werke von Dante, Viktor Hugo, Voltaire (den ich besonders mochte), Diderot, Tolstoi, Boccaccio, Heidegger und noch viele mehr, schon in meinen jungen Jahren, zu lesen ... zumindest es zu versuchen 😊

1001 Nacht gehörte irgendwie zu meinen Gute-Nacht-Geschichten … Für Märchen hatte ich schon immer eine Schwäche :-).

Heute bin ich ein großer Fan von Harry Potter, und ich verbeuge mich vor J.K, Rowling. Die Kreativität und Schreibkunst dieser Frau ist der Hammer! Ich wünschte ich könnte auch so eine Eingebung bekommen. Ich finde auch jeder Erwachsener sollte dieses Werk gelesen haben.

Ich las viele Gedichte, hauptsächlich von französischen Dichtern wie Paul Valéry, Paul Éluard, Verlaine, Molière, Victor Hugo, Jean Racine oder auch (heimlich) Anaïs Nin 😊.

Irgendwann fing ich an, auch selbst Gedichte zu schreiben. Die habe ich alle noch! Sie sind in Französischer Sprache. Ein Freund übersetzte einmal eines davon auf Deutsch. Vielleicht zeige ich sie hier bald…


Ich habe auch sehr früh damit angefangen über Gott und die Welt nachzudenken. Mein Vater und ich konnten stundenlang darüber philosophieren. So lernte ich auch viel über die großen Philosophen und philosophierte selbst. Mein Vater und ich waren nicht immer einer Meinung. Vor allem wenn es um Religion, Gott und Glaube handelte. Unsere Gespräche endeten nicht selten mit emotionalen Ausbrüchen und Tränen… Das gehörte irgendwie dazu …


Mit meinen Geschwistern wachse ich zwischen Islam und Christentum auf. Wir erlebten jeden Tag beide Kulturen und deren Unterschiede. Wir feiern die Feste beider Religionen und respektieren deren Bräuche, aber wir praktizierten keine davon.

Ich hatte viele Fragezeichen im Kopf! Als mich dann irgendwann auch noch die Nachbarin mit den Zeugen Jehovas konfrontierte, war ich zur Gänze verwirrt.


Ich verstand damals diese Widersprüche nicht, ich verstand auch nicht warum in der Welt in der ich lebte alles immer „Haram“ ist und warum man die Strafe eines gütigen Gottes fürchten muss. Ich sah nur das die Auswirkung dieser Widersprüche auf die Erziehung der Kinder solcher „Mix-Ehen“ viele Blessuren auf deren Seelen hinterlassen kann … Mich jedenfalls hat es irgendwie verletzt, und ich hatte Angst vor den Dämonen! Mehr dazu irgendwann.


Wieder war es ein Buch, dass mir zu diesem Zeitpunkt sehr half und mich prägte. Es half mir die Dinge für mich klarer zu sehen, und zu erkennen was ich für richtig und wahr empfinde.

Es ist das Buch „Bibel, Koran und Wissenschaft - Die heilige Schriften im Licht moderner Erkenntnisse“ von Maurice Bucaille.

Dieses Buch half mir meine eigene Wahrheit zu finden und mit dem Thema Religion meinen Frieden zu Schließen.

Ich will an dieser Stelle auch nicht über Religionen philosophieren, denn ich sah damals schon was Unwissen, Verbohrtheit und Fanatismus Böses anrichten kann. Ich will heute mit niemanden darüber diskutieren. Obwohl einen Buchtipp hätte ich schon 😊:


„Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren: oder Anleitung zum subversiven Denken“ | von Hubert Schleichert

Dann ging mir das Schreiben mit den Jahren verloren, im Fluss des Lebens weg geschwommen… und mein Vater verstarb und es sagte mir niemand mehr „Nimm doch endlich die Feder wieder in die Hand!“


Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.

- Mark Twain -

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